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Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) dient der Innovationssicherung in der Metall- und Elektroindustrie. Hier werden innovative Prozesse und Techniken erforscht und neue Geschäftsfelder erschlossen. Damit sorgen die Beschäftigten in der Forschung und Entwicklung dafür, dass Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben.

 

Innovationsmotor für Unternehmen

Die Forschung und Entwicklung sichert einem Unternehmen Innovationen und Fortschritt. Das wirkt sich häufig  positiv auf den Erhalt von Arbeitsplätzen aus. Seit 1991 steigt in Deutschland die Vergabe von Forschungs- und Entwicklungsaufgaben an spezialisierte Dienstleisterunternehmen. Während sich die unternehmensinterne Forschung und Entwicklung seit den 90er Jahren verdoppelt hat, sind die Leistungen von Dienstleistungsunternehmen auf ein Vierfaches gestiegen. Besonders in der Automobilbranche zeichnet sich der Trend zur Vergabe von F&E-Leistungen an externe Spezialisten ab: Detlef Wetzel, erster Vorsitzender der IG Metall, spricht aktuell von bis zu 50 Prozent Vergabe des Geschäftsvolumens in der Forschung und Entwicklung an diese Dienstleisterunternehmen.

 

Zahlen und Fakten

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Der Anteil der Beschäftigten in der Forschung und Entwicklung steigt weiter an und erreichte 2013 einen neuen Höchststand von 357.129 Beschäftigten.

Die Ausgaben für F&E beliefen sich dabei beispielsweise in der Elektroindustrie auf rund 8,2 Milliarden EUR. Dahinter folgt der Maschinenbau mit 4,9 Milliarden EUR und die industrienahen Dienstleistungen insgesamt mit 3,3 Milliarden EUR.

Rund 2,9% des BIP wurden 2011 in Forschung und Entwickung investiert.

 

Die IG Metall. Ihr Ansprechpartner.

Ob Konzeption und Entwicklung von Maschinen, Fertigungsprozessen oder technischen Abläufen: Überall ist das Wissen und die Erfahrung von Entwicklungs- und Ingenieursfachkräften notwendig. Kommen sie von spezialisierten Anbietern, arbeiten diese Expertinnen und Experten dann in den Betrieben mit. Sie übernehmen damit wichtige Kernaufgaben vor Ort und sind an der Innovationssicherung und am Erfolg des Unternehmens entscheidend beteiligt. Es kann dabei vorkommen, dass die F&E-Fachkräfte, die bei Entwicklungsdienstleistern angestellt sind, zu schlechteren Arbeitsbedingungen arbeiten als ihre Kolleginnen und Kollegen im Betrieb. Dabei verdient die wertvolle Arbeit, die sie leisten, eine gleichberechtigte Wertschätzung.

 

Darum sind wir zuständig.

Die IG Metall ist Ansprechpartner für alle Angestellten in der Metall- und Elektroindustrie. Auch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung setzen wir uns für faires Entgelt und eine gute Zukunft ein. Unser Ziel ist gute Arbeit für alle Beschäftigten in der Forschung und Entwicklung. Das bedeutet: faire Vertragskonditionen, mehr Freiräume und Sicherstellung von Arbeits- und Lebensqualität. Wir sind bereits dran: Der Arbeitskreis Forschung und Entwicklung in der IG Metall kümmert sich um die Arbeitsbedingungen innerhalb der F&E-Branche in der Metall- und Elektroindustrie und ist Ansprechpartner für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Technik, Forschung und Engineering.

 

Mehr zu uns und unserer Arbeit auf unserem Infoportal: wir.die-igmetall.de

 

IG Metall-Erfolge in der Forschung und Entwicklung.

In der IG Metall engagieren sich viele technische Expertinnen und Experten sowie Ingenieure und Ingenieurinnen. Sie setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen ein. Betriebsratsmitglieder der großen F&E-Zentren tauschen sich im IG Metall-Netzwerk ‚Forschung und Entwicklung’ aus. Gemeinsam vertreten sie über fünfzigtausend Beschäftigte. Die Ergebnisse aus dem Arbeitskreis fließen in die politische Arbeit der IG Metall ein.

Was hat die IG Metall bisher in der Forschung und Entwicklung konkret erreicht? Ein Beispiel aus der Automobilindustrie: Seit einigen Jahren ist die IAV GmbH, einer der weltweit führenden Engineeringpartner der Automobilindustrie, gewerkschaftlich organisiert. Die IG Metall setzte 2012 einen Tarifvertrag durch, der den Beschäftigten der IAV 4,1 Prozent mehr Gehalt und Auszubildenden zusätzlich die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung zusicherte. Im Juni 2013 sicherte der Arbeitgeber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zwei Schritten zusätzlich 5,6 Prozent mehr Gehalt zu, dank Engagement der IG Metall. Auch die Ausbildungsvergütungen der Auszubildenden wurden im gleichen Verhältnis weiter angehoben.

Zusätzlich wurde die vorbildliche Arbeit des IG Metall-Betriebsrats der IAV in Gifthorn bereits 2012 für den Betriebsrätepreis nominiert. Mit ihrem Projekt zur kritischen Mehrarbeit in vielen Betrieben und Überbelastung im Beruf haben Betriebsrat Mirko Lukas und seine Kolleginnen und Kollegen ein aktuelles Thema der Branche angestoßen. Für den Betriebsrätepreis, einer Auszeichnung der Zeitschrift ‚Arbeitsrecht im Betrieb‘, werden einmal jährlich besonders engagierte Betriebsräte nominiert.

 

Mitglied werden.

Gemeinsam machen wir uns für faire Arbeitsbedingungen in der Forschung und Entwicklung stark. Für zukunftssichere Jobs mit guten Löhnen und sicheren Perspektiven!

 
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